Elektrobranche unter Druck: 20 % weniger Jobs – Aktuelle Zahlen im Vergleich
Berlin, der 27.02.2025 – Die Elektrobranche erlebte 2024 im Vergleich zum Vorjahr bzgl. des Jobangebotes einen deutlichen Rückgang: Die Zahl der offenen Stellen für alle Tätigkeiten sank um 20 %, im Vertrieb um 17 %. Besonders vom Rückgang betroffen sind klassische Vertriebsfunktionen, während spezialisierte Fachkräfte weiter gefragt bleiben. Fachkräfte mit akademischer Ausbildung (-25,8 %) und Berufsausbildung (-23 %) verlieren besonders stark an Stellenangeboten. In Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zeigt sich der Rückgang am deutlichsten.
(industrietreff) - Die Entwicklungen in der Elektrobranche zeigen einen deutlichen Abwärtstrend. Während die Branche insgesamt im Jahr 2023 über 180.000 offene Positionen zu bieten hatte, ist diese Zahl mittlerweile auf knapp 144.000 gesunken – ein Rückgang von 20 %. Besonders betroffen ist der Vertrieb in der Elektrobranche: Hier sank die Zahl der ausgeschriebenen Stellen von fast 18.000 auf rund 15.000, was einem Minus von 17 % entspricht.
Veränderungen in den gefragtesten Jobprofilen
Während Sales Manager, die mit mehr als 2.111 offenen Positionen das am häufigsten nachgefragte Profil bilden, weiterhin stark vertreten sind, verzeichnet dieser Bereich eine leichte Rückentwicklung von -5,12 %. Auch Positionen im Vertriebsaußendienst, mit mehr als 1.700 offenen Stellen, erleben einen Rückgang um -2,5 %. Technische Vertriebsmitarbeiter, mit knapp 1.500 Positionen ebenfalls in den Top 3, verzeichnen die deutlichste Veränderung mit einem Minus von -10,10 %. Besonders auffällig sind jedoch die starken Rückgänge: Der Vertriebsinnendienst, mit knapp 1.150 offenen Stellen, zeigt einen deutlichen Rückgang von -28,71 %. Ebenso sind Vertriebsassistenten mit 230 Positionen (-22,03 %) und Kundenberater mit 1.160 offenen Stellen (-21,02 %) von signifikanten Rückgängen betroffen. Die Berufsgruppe der Handelsvertreter verzeichnet hingegen einen deutlichen Anstieg: Mit einem Zuwachs von 22,76 % steigt die Zahl der offenen Positionen auf knapp 330 und entwickelt sich damit entgegen dem allgemeinen Trend rückläufiger Vertriebsstellen.
Diese Entwicklungen unterstreichen die wachsende Spezialisierung im Vertrieb sowie die Verschiebung der Nachfrage hin zu strategischen und beratungsintensiven Positionen. Während klassische Vertriebsfunktionen rückläufig sind, bleibt die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften weiterhin stabil.
Fachkräfte mit akademischer Ausbildung besonders betroffen
Die Entwicklung der Stellenangebote zeigt für das Jahr 2024 deutliche Veränderungen in der gesamten Branche. Vor allem Fachkräfte mit akademischer Ausbildung sind von einem starken Rückgang betroffen: Während im Jahr 2023 noch mehr als 51.800 Positionen ausgeschrieben wurden, sind es 2024 nur noch rund 38.400 – ein Rückgang von 25,8 %. Auch Fachkräfte mit Berufsausbildung (-23 %) und gewerbliche Fachkräfte (-21,1 %) verzeichnen deutliche Verluste. Besonders stark zeigt sich dieser Trend im Vertrieb. Hier gehen die Stellenangebote für Fachkräfte mit akademischer Ausbildung um 9,24 % zurück, während die Nachfrage nach Fachkräften mit Berufsausbildung sogar um 22,51 % sinkt.
Deutlicher Stellenrückgang in den wichtigsten Bundesländern
Die Entwicklung der Stellenangebote in der Elektrobranche zeigt für das Jahr 2024 deutliche Rückgänge in den für die Branche wichtigsten Bundesländern. Während 2023 in Baden-Württemberg noch rund 49.000 Positionen ausgeschrieben wurden, sind es 2024 nur noch etwas mehr als 34.000. Auch Bayern verzeichnet einen starken Rückgang: Die Zahl der offenen Stellen sinkt von 44.750 im Jahr 2023 auf etwas über 35.000 im Jahr 2024. Nordrhein-Westfalen folgt diesem Trend mit einem Rückgang von 21.600 auf knapp 18.300 Positionen.
Besonders stark ist die Entwicklung im Vertrieb. Bayern bleibt zwar Spitzenreiter mit über 3.700 offenen Positionen im Jahr 2024, verzeichnet jedoch einen Rückgang von 15,1 % im Vergleich zum Vorjahr. In Baden-Württemberg fällt der Einbruch noch drastischer aus: Die Zahl der Stellen sinkt um 26,2 % auf etwas über 3.000. Nordrhein-Westfalen weist mit einem Minus von 15,6 % ebenfalls einen deutlichen Rückgang auf und kommt 2024 auf etwas mehr als 2.000 offene Positionen.
Die Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach Fachkräften in der Elektrobranche insgesamt deutlich nachlässt. Besonders im Vertrieb wird die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. „Viele Firmen haben bisher gezögert, Stellen abzubauen. Angesichts der trüben Prognosen für 2025 wird sich dies nun ändern“, erklärt ZVEI-Präsident Kegel. „Die Branche holt nun nach, was 2024 aus Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung noch aufgeschoben wurde.“ Ob sich dieser Trend fortsetzt oder ob es in den kommenden Monaten zu einer Stabilisierung kommt, bleibt abzuwarten.
Für diese Marktanalyse wurden die Stellenanzeigen aus 197 Printmedien, 296 Onlinebörsen, das Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit sowie 650.000 Firmenwebsites ausgewertet.
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Datum: 27.02.2025 - 13:51 Uhr
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