OpenADR Alliance stellt mit E.ON, EVoke Systems und Universal Devices erste für OpenADR 3.0 zertifizierte Produkte vor

(industrietreff) - Dallas, USA, 2. April 2025 – Der globale Branchenverband OpenADR Alliance hat auf der DISTRIBUTECH 2025 die ersten Produkte vorgestellt, die für OpenADR 3.0 zertifiziert wurden, um der weltweit steigenden Nachfrage nach standardbasierten Energiemanagement-Lösungen gerecht zu werden. Die neu zertifizierten Produkte wurden von Mitgliedern der OpenADR Alliance entwickelt – E.ON Energy Networks, EVoke Systems und Universal Devices – und decken zahlreiche Anwendungsbereiche ab. Sie umfassen unter anderem die erste Virtual-Top-Node- (VTN)-Lösung mit OpenADR 3.0-Zertifizierung.
Der vor knapp über einem Jahr veröffentlichte Kommunikationsstandard OpenADR 3.0 stellt einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung zukunftssicherer Energiemanagement-Lösungen dar. Er adressiert den wachsenden Bedarf an mehr Interoperabilität, geringerer Komplexität und größerer Flexibilität in modernen Energiesystemen. Mit Schwerpunkt auf das Thema Standardisierung befasst sich OpenADR 3.0 mit den Herausforderungen, die sich für Versorgungsunternehmen, Netzbetreiber und Aggregatoren aus dem Wachstum dezentraler Energieressourcen (DER) ergeben. Der Branchenverband will die Entwicklung von Lösungen beschleunigen, die die Lastregelung (Demand-Response) automatisieren und für mehr Flexibilität in Stromnetzen sowie ein effizienteres Energiemanagement sorgen.
Rolf Bienert, Managing und Technical Director bei der OpenADR Alliance, erklärt: „Offene Standards wie OpenADR 3.0 sind entscheidend für den Erfolg eines dynamischen Strommarktes. Denn angesichts immer neuer innovativer Produkte auf dem Markt und immer mehr verteilter Energieressourcen ist eine einfache Informationsübermittlung zwischen Versorgern und Verbrauchern heute wichtiger als je zuvor. Wir freuen uns, dass unsere Mitglieder die ersten OpenADR 3.0-zertifizierten Produkte herausgebracht haben und dadurch einen wichtigen Beitrag zum weiteren Erfolg unseres Standards leisten.“
Erste OpenADR 3.0-zertifizierte Produkte
Der schwedische Verteilnetzbetreiber E.ON Energy Networks mit seiner Flexibilitätsplattform SWITCH hat Interoperabilitätstests erfolgreich abgeschlossen und bietet nun die erste VTN-Lösung mit OpenADR 3.0-Zertifizierung. SWITCH stellt Netzbetreibern relevante Tools bereit und agiert als Schnittstelle zu Kunden mit steuerbaren Ressourcen. Durch die Kommunikation von prognostizierten und Echtzeit-Anpassungen des Strombedarfs mit OpenADR lassen sich Netzprobleme proaktiv und sicher beheben. Die Integration in Systeme und Verbrauchszähler ermöglicht die vollständige Automatisierung des Datenflusses ohne manuelles Eingreifen. Darüber hinaus unterstützt OpenADR 3.0 schwedische Stromnetzbetreiber bei der Harmonisierung und Standardisierung der IT-Kommunikation zur Steigerung der Flexibilität beispielsweise bei der Lastregelung. Dies schafft Mehrwert für Endkunden, da die Optimierung der vorhandenen Netzinfrastruktur Stromkosten senkt und Wartezeiten auf neue Netzanschlüsse verkürzt.
Der führende Betreiber von softwarebasierten Ladesäulennetzen EVoke Systems hat seine Plattform Energy Services Exchange (ESX), die gemeinsam mit dem US-Unternehmen Argonne National Laboratory und Branchenpartnern entwickelt wurde, mit OpenADR 3.0-Integration veröffentlicht. ESX versetzt Versorgungsunternehmen und Stromnetzbetreiber in die Lage, das EV-Lastmanagement und die DER-Koordination zu konsolidieren und zu optimieren. Durch die nahtlose Kommunikation von Lastregelungs- und Preissignalen an EV-Ladestationen, Energiespeichern und andere Anlagen kann ESX die Systemstabilität insgesamt verbessern und Kunden Anreize bieten, sich an Lastregelungsprogrammen zu beteiligen.
Universal Devices, Inc., Pionier im Bereich Energiemanagement und Automatisierungslösungen, hat einen OpenADR 3.0-zertifizierten Virtual End Node (VEN) über seine gesamte Plattform hinweg eingeführt. Mit dem Ziel, Hürden für die Akzeptanz von intelligenten Stromnetzen abzubauen, veröffentlichte das Unternehmen die VEN-Implementierung als Open Source, um ungehinderten Zugriff zu erlauben und Innovationen zu fördern. Orly Hasidim, COO bei Universal Devices, erklärt: „Mit dieser Zertifizierung untermauern wir unser Engagement für Energie-Ökosysteme, in denen Versorgungsbetriebe und Verbraucher sich nahtlos an Lastregelung und dynamischer Preisgestaltung beteiligen können.“
Pacific Gas & Electric Company beurteilt derzeit anhand einer DRET-Demonstration (Demand Response Emerging Technologies) die Vorteile von OpenADR 3.0 in Zusammenarbeit mit Universal Devices, um das Potenzial des offenen Standards für die Verbesserung von Netzflexibilität und Lastmanagement zu belegen.
Was spricht für eine OpenADR 3.0-Zertifizierung?
Als offener Standard bietet OpenADR 3.0 einen äußerst sicheren, schnellen und zuverlässigen wechselseitigen Informationsaustausch für Versorgungsanwendungen mit einfachen Kommunikationsanforderungen. OpenADR 3.0 vereinfacht die Übermittlung von Signalen, um dynamischere Preisstrukturen zu ermöglichen, den Datenaustausch zu Treibhausgasemissionen zu verbessern sowie die Kommunikation von Netzcode-Anpassungen und Kapazitätsmanagement-Meldungen zu optimieren.
Die OpenADR-Zertifizierung fördert die Entwicklung eines globalen Ökosystems von standardbasierten Produkten, verhindert eine Herstellerabhängigkeit und sorgt für Interoperabilität. Nur solche Produkte, die das Zertifizierungsprogramm der OpenADR Alliance durchlaufen haben, dürfen als OpenADR-zertifiziert bezeichnet werden. Die entsprechenden Tests werden online in Zusammenarbeit mit einem Zertifizierungs-Manager durchgeführt. Dabei kommen Assets zum Einsatz, die von der OpenADR Alliance in Zusammenarbeit mit anderen Anbietern entwickelt wurden.
Themen in dieser Meldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die OpenADR Alliance ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die Entwicklung, Einführung und Einhaltung des OpenADR-Standards und ähnlichen Standards zu fördern. Sie hilft Versorgungsunternehmen, immer größere Mengen an dezentralen Energieressourcen (DER) zu verwalten, darunter erneuerbare Energien, Energiespeicher, Lastregelung und Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge. Der OpenADR-Standard unterstützt die Kommunikation mit allen DER-Ressourcen, um Änderungen der Lastverteilung, Energiezufuhr und Leistungsdaten von DER-Anlagen zu verwalten. Über den kürzlich hinzugekommenen EcoPort-Standard können zusätzliche intelligente Geräte angebunden werden. Weitere Informationen auf http://www.openadr.org/
Silja Ingham
+44 7792 949971
Datum: 02.04.2025 - 11:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2163120
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Telefon:
Kategorie:
Energiewirtschaft
Anmerkungen:
Diese HerstellerNews wurde bisher 0 mal aufgerufen.
Die Meldung mit dem Titel:
"OpenADR Alliance stellt mit E.ON, EVoke Systems und Universal Devices erste für OpenADR 3.0 zertifizierte Produkte vor
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
OpenADR Alliance (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Alle Meldungen von OpenADR Alliance
Digitalisierung in der Solarbranche: Wie Eturnity zur Senkung der arbeitsbezogenen Kosten beiträgt
Einladung zur digitalen Pressekonferenz: Angriff auf Energiewende: Deutsche Umwelthilfe zeigt mit großem Verbändebündnis, warum Energiewende in Bürgerhand bleiben muss
Giant Mining fügt dem gemeinsam mit ExploreTech durchgeführten Bohrprogramm 2025 bei Majuba Hill das fünfte, mit Hilfe von KI ermittelte Bohrloch hinzu
Deutschland, Wasserstoffland - Wirtschaftsallianz fordert klare Rahmenbedingungen für klimaneutrale Energie
Fünfmal so viel Leistung: ENOVA erhält BImSchG-Genehmigung für Repowering im Windpark Neuferchau